ecoCasting bei dem 38. Wiener Motorensymposium

Wien –Während vielerorts der Verbrennungsmotor als veraltete und nicht mehr zeitgemäße Technologie abgestempelt wird, treffen sich über 1.000 Ingenieure auf dem 38. Motorensymposium in der Hofburg zu Wien, um über die Zukunft der verschiedenen Antriebssysteme zu diskutieren.

Von einer Abschaffung des Verbrennungsmotors konnte hier allerdings keine Rede sein. Es ging vielmehr um die Themen der Reduzierung der Emissionen und die Entlastung der Ballungsräume. Neben den alternativen Antriebskonzepten und möglichen Alternativen zu den aktuell verwendeten Treibstoffen, standen vor allem nachhaltige Prozesse und Herstellungsmethoden im Fokus.

„Bis ein Fahrzeug fährt wurde für die Herstellung des Fahrzeugs bereits eine erhebliche Menge an Energie aufgewandt. Auch das anschließende Recycling des Fahrzeugs und des dafür verwendeten Materials muss für eine ganzheitliche Betrachtung mit bedacht werden,“ gibt Sebastian Hahn, Leiter des Marketings bei Fritz Winter, zu bedenken. Die ganzheitliche Betrachtung der Energiebilanz von Fahrzeugen und ihrem Antriebskonzept „von der Wiege bis zur Bahre“ stand im Fokus des Messestandes von Fritz Winter. „Diese Betrachtungsweise zeigt auf, dass beispielsweise die Ökobilanz von Aluminium gegenüber Grauguss verheerend ist. Unsere im ecoCasting-Verfahren hergestellten Zylinderkurbelgehäuse bestehen komplett aus Recyclingmaterial, sind nachhaltiger,  kostengünstiger und bei dem Vergleich der Gesamtmotoren sprechen wir von einem Gewichtsunterschied von nur noch 1,5%“.

Diese These wurde von einer in Wien veröffentlichten Studie der Cranfield Universität unterstützt. Hier wird Grauguss eine wesentlich bessere Nachhaltigkeit bescheinigt.

Auch die Zukunft der Elektromobilität wurde rege diskutiert: „Ein Elektroantrieb bedeutet leider nicht automatisch, dass kein CO² mehr ausgestoßen wird. CO² neutraler Strom steht immer noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Damit wird das Problem der CO² Emission nur verlagert,“ fasst ein Besucher des Fritz Winter Messestandes zusammen.

Die Diskussion um den Antrieb der Zukunft wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Die  Kombination der Vorteile der verschiedenen Antriebskonzepte, also eine zunehmende Hybridisierung von Fahrzeugen, war ebenfalls ein wichtiges Thema. Der Verbrennungsmotor ist also noch lange nicht tot.

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Sebastian Hahn

Marketingreferent

E-Mail:
sebastian.hahn@fritzwinter.de